So, jetzt habe ich zum zweiten Mal in einer Studentenkneipe gearbeitet. Das ist insgesamt lustiger als ich erwartet habe, aber auch mehr arbeit als ich dachte…

Also, der Laden ist eine Mitgliederkneipe. Nur wer Mitglied der Studentenorganisation ist, darf da rein. Das muss leider aufgrund der Schanklizenz so sein. Hat aber auch den Vorteil, dass die Bierpreise denen in deutschen Kneipen entsprechen und nicht denen der normalen schwedischen Kneipen. Mitglied kann übrigens jeder werden, der Student an der Karlstads Universitet ist. Und die Beitrittsgebühr ist 1 Öre, also quasi nichts.

Wenn man dort arbeiten will, muss man alles machen. Es gibt drei Positionen: Küche, Bar und Barback. Eigentlich selbsterklärend. In der Küche kocht man, an der Bar verkauft man und als Barback unterstützt man, bringt das Essen raus und sammelt leere Flaschen und Teller ein. Bezahlt wird man übrigens nicht. Man bekommt nur seinen Teil vom Trinkgeld. Aber die Leute die dort arbeiten machen das eh nicht wegen des Geldes. Mir gehts dort auch eher um die Leute und die Sprache.

Ich habe jetzt alle drei Positionen ausprobieren können. Am besten gefällt mir Barback, weil man da am meisten Bewegung hat. Die Bar ist sehr stressig für mich, weil mein Schwedisch noch nicht gerade das beste ist und der Dialekt hier mir ein wenig zu Schaffen macht. Küche ist auch ziemlich stressig. Aber das eher, weil ich nicht gerade ein Gourmet bin und viel Koche. Das ist aber eher Gewöhnungssache.

Die beiden Male, die ich jetzt gearbeitet habe, habe ich zwei Extreme erlebt. Einmal einen unerwarteten Publikumsansturm und einmal eine fast leere Bar. Ich muss sagen, dass der Ansturm zwar anstrengender ist, aber dafür hat man halt auch immer was zu tun. Fürs erste mal in de Küche war der ruhige Abend aber auch gut. So hatte ich mehr Zeit zum Lernen.

Insgesamt ist das eigentlich ganz lustig. Wenn es mein Stundenplan erlaubt werde ich wohl weiterhin dort arbeiten. Insbesondere, weil es anscheinend eine große Staff-Party am Ende des Semesters gibt. Die soll ziemlich lustig sein.

Die lustigen Kollegen. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass ich sowas mal zum Arbeiten anziehen müsste.

Die lustigen Kollegen… Und außerdem hätte ich nie gedacht, dass ich sowas mal zum Arbeiten anziehen müsste.