Im Moment beschäftige ich mich ein wenig mit Anonymität, Verschlüsselung und anderem Sicherheitsschnickschnack.

Ich habe (noch) einen Facebook Account. Über die letzten Monate habe ich dort mein Freundesnetzwerk Stück für Stück verkleinert und “unnötige” Informationen zu meiner Person entfernt. Ich like so gut wie nichts mehr, habe kaum Fotos im Profil und poste und kommentiere nur sehr selten. Auch Nachrichten werden von mir nach der Abschluss der Konversation gelöscht.

Der Effekt ist, dass das was noch dort vorhanden ist, mich recht gut beschreibt. Welche Nachrichten habe ich aufgehoben? Die die mir wichtig sind. Mit welchen Leuten bin ich befreundet? Die mit denen ich viel Kontakt habe. Wo kommentiere ich? Dort, wo es um Dinge geht, die mich interessieren oder wo mein Beitrag notwendig ist. Das Alles bin ich; und zwar in einer sehr komprimierten aber trotzdem genauen Version. Wer mich mit zielgerichteter Werbung nerven wollte, müsste sich nur wenige, sehr aussagekräftige Informationen zu mir anschauen.

Was ist nun, wenn ich mich verstecken möchte? Wenn ich eben nicht genau zeigen will, wer ich bin? Sollte ich einfach Nichts posten oder sollte ich mehr Unsinn schreiben, der meine wahren Interessen und Freunde in einem Ozean aus Trivialitäten und Lügen versteckt?

Aus der IT kennt man ja das Konzept von Security by Obscurity. Dabei wird ein Programm einfach nur dadurch sicher, dass man nicht weiß wie es aufgebaut ist. Sobald aber jemand hinter das Programmdesign kommt, ist sämtliche Sicherheit futsch. Das Englische Wikipedia fast das schön zusammen: Es ist so, als würde man die Hintertür offen lassen, weil ein potenzieller Räuber sie nicht sehen könnte.

Die Frage beschäftigt mich schon eine Weile. Bei meinen letzten Recherchen dazu, konnte ich leider auch nicht nicht viele Informationen finden. Mal sehen, wo es mich noch hinführt.